Wurstmotive
Die Wursttheke: Ein Ort frühkindlicher Prägung. „Magst du noch eine Scheibe zum Probieren?“. Und da kam sie schon, meist auf der Gabel herübergereicht: Die Gesichtswurst. Bis heute erhältlich, mittlerweile auch in anderen Motiven, hat sie Generationen von Kindern das Wurstessen schmackhaft gemacht. Bei genauer Betrachtung wirkt das Produkt allerdings eher absurd: Wurstbrät wird verschieden eingefärbt um am Ende diesem Produkt aus tierischem Material ein menschliches Clownsgesicht zu geben. Das Gesichtswurstmotiv wird von Peter Liptau in unterschiedliche und neue teils ebenso absurde Materialen übersetzt: In einen handgeknüpften Teppich, ganz wie in den Hobbysets in den 1970er Jahren, oder in ausgemustertem Behörden-Standard-PVC-Boden und nicht zuletzt taucht das Motiv auch in der Serie der Speisekarten nochmals auf. Hier, wie die Wurst selbst, aus Fleisch zusammengesetzt.